Besonderer Hinweis zur Heilungskostenversicherung

Vor einer Auslandreise sollten Sie Ihren Versicherungsschutz prüfen, falls Sie im Ausland einen Arzt bzw. ein Krankenhaus aufsuchen müssen. Es gibt zwei Optionen:

Sie verfügen bei Ihrer Krankenkasse über eine reine KVG-Deckung: Grundsätzlich sind alle Personen, welche im KVG (Grundversicherung) versichert sind, im Ausland gegen Notfälle gedeckt. Es wird das Doppelte dessen vergütet, was die Behandlung im Spital des Wohnkantons in der Schweiz gekostet hätte. Dies genügt in der Regel für Reisen innerhalb Europas. Bei Reisen in Länder ausserhalb Europas (vor allem in Hochpreisländer wie die USA, Singapur, HongKong, Japan, etc.) besteht jedoch fast immer ein Risiko der Unterdeckung. Der Grund für dieses erhöhte Risiko in Drittländern (ausserhalb Europas) liegt darin, dass man in diesen Ländern fast ausschliesslich in privaten Spitälern bzw. auch ambulant als Privatpatient behandelt wird. Deshalb können die Kosten die KVG-Vergütung schnell übersteigen.

Konsequenz: Der Abschluss einer Reiseversicherung, bei der das Modul „Heilungskosten“ miteingeschlossen wird, ist dringend zu empfehlen.

Sie verfügen bei Ihrer Krankenkasse neben der KVG-Deckung über eine Zusatzversicherung, die Sie im Ausland besser abdeckt (z.B. unbeschränkte Notfalldeckung): In diesem Fall besteht in der Regel ein ausreichender Versicherungsschutz gegen Krankheit und Unfall im Ausland. Ausnahme: Es wird mehr als nur eine Notfalldeckung im Ausland gewünscht (im Fachjargon spricht man von einer „wahlweisen Behandlung“). In diesem Fall sollte eine internationale Krankenversicherung abgeschlossen werden.

 
 
 
 
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